Management Constellations - Die Sprache der inneren Bilder

Ein Werkzeugkasten für systemische Lösungen in Management, Coaching, Personalentwicklung, Organisationsberatung, Workshops und Seminare.

Neurowissenschaften und Systemtheorie haben in den letzten Jahren Erkenntnisse hervorgebracht, die für unseren Beruf als Coaches, Trainer, Personalentwickler und Organisationsberater von unschätzbarem Nutzen sind.

Management Constellations basieren auf diesen Beobachtungen. Dazu gehört auch die Feststellung, dass das das Gehirn die Welt in Bildern aufnimmt und speichert (s. Damasio, Hüther oder Spitzer) und dass diese Bilder wie Landkarten bei Entscheidungen Orientierung geben.

Zielgruppe

Die Ausbildung ist auf die Anwendung von MC im Einzel- und Team- Coaching, in der Organisationsberatung und im Training ausgerichtet. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die nahtlose Verknüpfung der Methode mit den gewohnten Praktiken der Teilnehmer_innen gelegt. Die Methode der MC erfordert zahlreiche Kompetenzen, die mit 11 Kernkompetenzen, über die nach ICF (International Coach Federation)  ein professionell tätiger Coach und Mitglied des Verbandes verfügen sollte, übereinstimmen. Sysmacon ist deswegen berechtigt, nach Abschluss der Ausbildung ICF-CCEs aus den Core Competencies und Resource Development zu verteilen. 

Management Constellations - die Methode in Kürze

Das Kernstück der MC ist die szenische Abbildung und Erkundung der Bilder, an denen Menschen allgemein ihr Verhalten orientieren. Der Aufstellung selbst gehen einige wichtige Schritte voraus. Das Vorgespräch mit dem Coach dient der schrittweisen Formulierung der Kernfrage, die der Klient durch die MC klären möchte. Systemischen Prinzipien und seiner Erfahrung folgend, wählt der Coach ein Schema, ein sogenanntes Erklärungsmodell, das der MC einen strukturellen Rahmen verleiht. Ähnlich wie bei einem Theaterregisseur, der entscheidet, wie und welchen Kriterien folgend er den Stoff eines Werkes so inszeniert, dass die Zuschauer rational und emotional Zugang zum Inhalt finden.  

Erst jetzt beginnt die Phase, in der nacheinander die an der Kernfrage beteiligten Elemente und Faktoren im Raum so positioniert werden, wie sie sich im Augenblick innerlich präsentieren. Die Positionen können im nächsten Schritt verändert werden, um neue zielführendere Konstellationen zu simulieren. Dabei wird immer wieder der Zusammenhang von Landkarte und Territorium bzw. Abbildung und abgebildeter Situation hergestellt. Die simulierten Schritte werden anschließend in Ziele, Pläne und Maßnahmen übersetzt.

Gedanklich geführt von der Narration des Klienten und den Eckpfeilern des Erklärungsmodells, übernimmt der Experte die Rolle des Regisseurs in der gemeinsam verwirklichten szenischen Darstellung.

Ein Beispiel: Würde die Kernfrage die Strategie eines Unternehmens betriffen, könnte die SWOT-Analyse als Erklärungsmodell gewählt werden und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken wären, neben Protagonist und Ziel, die aufgestellten Elemente.

Das didaktische Konzept

Unsere Teilnehmer_innen sind ausschließlich professionelle Coaches, Berater und Trainer mit solider Grundausbildung und Berufserfahrung. Wir muten Ihnen zu, dass Sie eine eher komplexe Methode mit Ihrem Vorkenntnissen verknüpfen. Dazu bieten wir knappe, gut strukturierte und praxisbezogene Theorie-Inputs, Demonstrationen an konkreten Fällen, reichlich Übungsgelegenheiten und gemeinsame Reflexion und Anleitung für die konkrete Anwendung in der Praxis. In der Gestaltung des Lernumfelds berücksichtigen wir, sofern möglich, die speziellen Wünsche und Erfordernisse der Teilnehmer_innen. Deshalb ist die Teilnehmerzahl begrenzt und es stehen während des ganzen Kurses zwei Trainer (eine Frau und ein Mann) im Einsatz. In Webinars und persönlichen telefonischen Supervisionssitzungen erhalten Sie weitere Unterstützung, damit Sie die Methode bestmöglich in ihren Arbeitsalltag aufnehmen können.

Der Nutzen zeigt sich auf verschiedenen Ebenen

Diagnose: Die unbewussten inneren Bilder, welche den Klienten in einer spezifischen Situation leiten, werden konkret und präzise dargestellt. Teufelskreise und Hindernisse, aber auch Auswege und Ressourcen werden nicht nur sichtbar, sondern auch unmittelbar erlebbar. Das nach außen getragene innere Bild wird auch für Außenstehende wie den Coach oder Kooperationspartner zugänglich.

Lösungsfindung: Neue Verhalten können simuliert und deren Wirkung sowohl auf emotionaler als auch auf logischer Ebene unmittelbar erlebt werden. Die Filter des rationalen Denkens können probeweise ausgeschaltet und erst in der Reflexion wiedereingesetzt werden, dies ist eine Voraussetzung für Kreativität. "Ich hätte es nicht gedacht, aber jetzt sehe ich, dass das, was vorher undenkbar war, eine erfolgreiche Alternative sein könnte."

Evaluation von Entscheidungsalternativen: Durch die konsequente Unterscheidung zwischen System und Umwelt, kann die Komplexität von Entscheidungssituationen soweit reduziert werden, dass die wahrscheinlichen Auswirkungen von Entscheidungen besser erfasst werden können.

Inhaltsübersicht

Theoretische Grundlagen

  • Elemente der Systemtheorie, die für die Systemaufstellung relevant sind
  • Implizites und explizites Wissen
  • Innere Bilder und Landkarten
  • Emotionale und kollektive Intelligenz
  • Sensemaking und Theorie U
  • Wikfaktoren von Coaching und Beratung in Bezug auf Systemaufstellungen
  • Theorien und Erklärungsmodelle als Basis für Systemaufstellugen

Technische Aspekte der Management Constellation

  • Kontakt und Resonanz mit dem Kunden
  • Wahrnehmung und Deutung szenischer Bilder und Dynamiken
  • Die Grammatik der szenischen Sprache
  • Formulierung der relevanten Frage
  • Zusammensetzung des Modells für die Inszenierung
  • Übersetzung der szenischen Bilder in konkrete Umsetzungsschritte
  • Arbeit in Einzelarbeit und mit Teams
  • Integration der szenischen Arbeit mit anderen systemischen Methoden

 Anwendungsbereiche und entsprechende Erklärungsmodelle

  • Problemlösung
  • Entscheidungsprozesse – Dilemmata
  • Verhandlung und Konfliktlösung
  • Führung
  • Gestaltung von Organisationsstrukturen und Prozessabläufen

Die Kursleiter

Georg Senoner
wurde 1953 in Bozen geboren und hat an der in Mailand Betriebswirtschafslehre studiert. Zwanzig Jahre war er Geschäftsführer des Familienunternehmens Sevi AG. Seit 1998 widmet er sich als Gründer von SyMaCon der Organisationsentwicklung und Strategieentwicklung sowie dem Coaching von Führungskräften. Schon seit dem Jahr 2000 befasst er sich mit Systemaufstellungen und ist Gründungsmitglied des Internationalen Forums für Systemaufstellungen in Organisationen und Arbeitskontexten Infosyon. In Zusammenarbeit mit Claude Rosselet und Henriette Lingg hat unter dem Namen Management Constellations die Methode der Systemaufstellungen für die Anwendung im Unternehmen und Organisationen und für die Integration mit anderen Methoden adaptiert und weiterentwickelt. Als Koautor hat er an folgenden Publikationen mitgewirkt: „Systemaufstellungen im Einzelsetting“, Carl-Auer, 2006 – „Management Constellations“, Klett-Cotta, 2007, „Management Macht Sinn“, Carl-Auer, 2010 - „Organisationsaufstellungen“, CarlAuer, 2016

 

Martina Eisendle
ist systemische Organisationsentwicklerin, Moderatorin und Coach und führt seit dem Jahr 2015 das Beratungsunternehmen „Die Eisendle“ in Lochau, Österreich.

 

 

 

 

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